Der Norden

Der Mirtos Strand
eine traumhafte Bucht - und die Wirklichkeit ist noch viel schöner als unsere Fotos es je sein können. Es ist atemberaubend, weit über dem Meer am Straßenrand zu stehen und in diese herrliche Bucht hinunter zu schauen. Am Strand selbst findet sich allenfalls in der Hochsaison eine größere Anzahl von Badegästen ein. Die schönsten Aussichtspunkte befinden sich - von Argostoli kommend - gleich nach dem Schild, das den Strand ankündigt und auf der anderen Seite der Bucht, bei dem von weitem sichtbaren kleinen weißen Haus. Der Strand besteht aus einer Mischung von grobem und feinem Kies und Sand. Das Wasser ist herrlich klar und schimmert in den verschiedensten Türkistönen. Weit hinaus zu schwimmen empfiehlt sich jedoch nicht, denn die Bucht birgt tückische Strömungen.

Die Halbinsel Assos
Nicht weit vom Mirtos-Strand entfernt kommt gleich der nächste Höhepunkt jeder Kefalonia-Rundreise: Eine verfallene venezianische Festung überragt die kleine Halbinsel Assos. Ein kurzer Fußmarsch hinauf zur Festung ist unbedingt zu empfehlen. Innerhalb der Festungsmauern führt ein Pfad durch die Anlage. Die schönsten Aussichtspunkte sind auf schmalen Fußpfaden erreichbar. Am westlichsten Ende der Halbinsel ragt noch eine alte Kanone aus dem Jahr 1685 aus dem Gebüsch.  Als Rundwanderung bietet sich der Abstieg auf einem alten venezianischen Steig auf der Südseite der Festung an.

Die Ausblicke auf das Dorf Assos und die Steilküste der Insel während des Aufstiegs zum Burgtor sind jeden Schweißtropfen wert. Die Tavernen am geschützten kleinen Bootshafen von Assos sind der krönende Abschluß nach der "Bergtour" auf die Festung.

Fiskardo
ein beliebtes Ausflugsziel am nördlichsten Ende Kefalonias. Mittlerweile ein ziemlich touristisches aber trotzdem liebenswertes "Fischerdorf". Wir staunen jedoch jedesmal wieder auf's Neue über die Preise, die in Fiskardo verlangt (und gezahlt) werden. Heuer zahlten wir für einen Capuccino 3,50 Euro und für eine Kugel Eis in der Waffel 1,60 Euro. Die Preise der Restaurants erwähnen wir lieber nicht (Stand September 2005). Aber wer in Fiskardo essen gehen will, der braucht nicht zu hungern. In den Lokalen, die nicht direkt am Wasser gelegen sind, stimmen die Preise schon fast wieder.

Immer wenn eine Fähre im Hafen anlegt, herrscht in dem kleinen Städtchen ein regelrechter Trubel. Hobbykapitäne werden sich in dem kleinen Hafen auf Anhieb heimisch fühlen. Große Strände gibt's im Norden der Insel nicht, dafür aber einige einladende Buchten, wie z. B. die Emblissi, Foki oder Dafnoudi Bucht. Die letztere ist ein Geheimtipp, der sich allerdings mittlerweile schon etwas herumgesprochen hat. Diese kleine Kiesbucht ist nur über einen felsigen Pfad in ca. 10 Minuten Gehzeit erreichbar.

Wer vom Süden nach Fiskardo kommt, wird meist die an der Westküste verlaufende Hauptdurchgangsstraße benutzen. Auf jeden Fall lohnend ist es aber - zumindest für den Rückweg - die Route entlang der Ostküste durch die kleinen hoch über der Küste gelegenen Dörfer (Plagia, Komitata, Neochori) zu wählen. Die Insel Ithaka ist dabei immer im Blick. Wer genügend Zeit mitbringt, kann von jedem der kleinen Orte noch eine stille Bucht (z. B. Agia Sofia oder Horgota) erreichen.


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