Die Paliki Halbinsel

Auf den ersten Blick scheint sie sehr karg, die Halbinsel Paliki im Westen von Kefalonia. Doch sie verbirgt eine Menge schöne Plätze. So zum Beispiel die wildromantische Bucht von Petani im Nordwesten oder das Kloster Kipoureion im fast menschenleeren Westen der Insel. Abends, wenn die Sonne untergeht, ist es hier besonders schön. Die einzigen Geräusche sind die Brandung des Meeres und das Meckern einiger Ziegen. Ein Auto verirrt sich nur sehr selten in diese abgelegene Ecke. Deshalb genießen wir es auch jedes Mal aufs neue, mit dem Fahrrad von Lixouri hierher zu kommen. Die Tour ist zwar nicht ganz leicht, besonders wenn sie nach Rifi hinauf fortgesetzt wird, aber unbedingt zu empfehlen. Auch wenn das Rad mal ein paar Meter geschoben werden muss - sei es wegen der Steigung oder den Ziegen, die auf der Straße lagern.

Wer es nicht mit der Fahrrad schafft, der sollte zumindest eine Rundfahrt mit dem Mietwagen durch die kleinen Bergdörfer einplanen, die hoch über der Halbinsel "thronen". Wenn sich hier auch keine besonderen Sehenswürdigkeiten verbergen, so ist doch die Ruhe und Ursprünglichkeit verbunden mit dem schönen Blick auf die Bucht von Argostoli diesen Ausflug wert.

Der Xi Strand - in Kombination mit dem Mega Lakkos Strand ist er ca. 3 Kilometer lang, mit feinem rotem Sand und Klippen aus Lehm. Noch gibt es nur ein Hotel und einige Ferienwohnungen an diesem schönen Strand. So kommt es, dass es insbesondere am Mega Lakkos Strand oft für jeden Besucher einen halben Kilomenter Strand gibt.

Ein besonderer Genuss ist es, morgens vor Sonnenaufgang vom Xi-Strand nach Kounopetra zu laufen um dort an der weit geschwungenen Bucht die Sonne über dem Aenos oder seinen Ausläufern aufgehen zu sehen.

Der Südwesten der Halbinsel ist wiederum ein ganz anderes Landschaftserlebnis. Rund um den weithin sichtbaren Leuchtturm von Gero Gompos erstreckt sich eine nur mit niedrigem Gestrüpp bewachsene karge Landschaft mit einer Küste aus rauhen Felsklippen. Die herbe Schönheit dieser Gegend fasziniert uns immer wieder aufs neue.

Lixouri, die zweitgrößte Stadt von Kefalonia macht tagsüber einen recht verschlafenen Eindruck, aber am Abend erwacht sie aus ihrem Schlummer und es herrscht ein reges Treiben in den Kneipen und Straßencafes. Rund um die Platia, aber auch in den Seitengässchen versammelt sich die Bevölkerung der Umgebung zum abendlichen Plausch. Die Stadt ist durch eine in Stundentakt (machmal auf halbstündlich) verkehrende Fähre mit Argostoli auf der anderen Seite der Bucht verbunden. Für Fußgänger und Radfahrer sicherlich eine Erleichterung, wir nutzen sie jedoch nicht immer, denn es ist immer wieder ein Genuß, mit dem Wagen die 35 km um die Bucht zu fahren. Die Zeitersparnis ist insgesamt gesehen auch nicht so groß. Mit der Fähre lassen sich höchstens 15 Minuten einsparen.


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